Aktuell


Dringender Aufruf zum Stopp der Vertreibungen in Brasilien

 

 

 

 

Solidaritätserklärung: Moção de solidariedade e repúdio

bitte das unten stehende Formular herunterladen, am Ende mit Name und Adresse personalisieren und an folgende Adressen schicken:

EU-Menschenrechtsausschuss: droi-secretariat@ep.europa.eu
EU-Ausschuss für internationalen Handel: inta-secretariat@ep.europa.eu
EU-Ausschuss für Landwirtschaft und Agrarpolitik: agri-secretariat@ep.europa.eu
EU-Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten: afet-secretariat@ep.europa.eu
Ausschuss für Menschenrechte im Deutschen Bundestag: menschenrechtsausschuss
@bundestag.de
Ausschuss für Landwirtschaft und Ernährung im Dt. Bundestag: el-ausschuss@bundestag.de


Prof. Antonio Andrioli (Brasilien) auf Deutschlandtournee

Der Putsch in Brasilien hat eine Regierung der Reichen und der Großgrundbesitzer an die Macht gebracht. Blairo Maggi, der größte Sojaproduzent der Welt, wurde Landwirtschaftsminister. Er wurde weltweit deswegen bekannt, weil er als Gouverneur der Privinz Mato Grosso „als Kettensäger“ (Greenpeace) verantwortlich für die Entwaldung von 40 % des Landes war. Errungenschaften der Vergangenheit werden durch Dekrete und neue Gesetze zugunsten der Lobbyisten wieder abgeschafft. Antonio Andreoli berichtet in seinen Vorträgen über die dramatisch verschlechterten Verhältnisse für Landwirtschaft, Umweltschutz, Bildung, Forschung, Regenwald und vor allem für die Bauern. Der Sojaanbau mit Hilfe von Agrogentechnik wird ausgeweitet. Landraub und Vertreibung setzen der indigenen Bevölkerung stark zu.

Andrioli wird bayerische und deutsche Ministerien besuchen, um Hilfe für Brasilien gegen die korrupte brasilianische Regierung zu erbitten.

Termine der Vorträge:

14.11.2017 19:30 Uhr Hotel Wildbad, Taubertalweg 42, 91541 Rothenburg ob der Tauber

15.11.2017 20:00 Uhr Gasthof Michl-Wirt, Steiner Str. 1 – 3, 83349 Palling Landkreis Traunstein

16.11.2017 19:30 Uhr Hotel Plankenhof, Dorf 6, 6136 Pill bei Schwaz Österreich

17.11.2017 19:30 Uhr Chiemgau Akademie, Högeringer Str. 25, 83071 Stephanskirchen OT Högering

18.11.2017 19:00 Uhr Kriechbaumhof, Preysingstr. 71, 81667 München

20.11.2017 20:00 Uhr Hotel & Rasthof Seligweiler Großer Saal, Seligweiler 1, 89081 Ulm – Seligweiler (Autobahnraststätte an der A8)

21.11.2017 19:30 Uhr Hotel am Regenbogen, Schützenstr. 14, 93413 Cham

23.11.2017 19:00 Uhr Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin

27.11.2017 19:00 Uhr Werkstatt 3, Nernstweg 32, 22765 Hamburg – Altona

Wer für die Deckung der Kosten der Rundreise spenden möchte, kann dies gern auf folgendes Konto tun:

Interessensgemeinschaft gentechnikfreie Lebensmittel und Landwirtschaft
Betreff: Antonio
IBAN: DE 64  7025  0150 0027 4597 91
oder

Jetzt spenden!


62. Sitzung des UN-Menschenrechtsausschusses in Genf vom 18.9.-6.10.2017

Kolumbien (19.-20.9.) und Mexico (25.9.) berichten über Menschenrechtsverletzungen durch Agro-Gentechnik in ihren Ländern.

Aktion GENKlage unterstützt und begleitet beide Delegationen in Genf und organisiert anschließend eine Vortragsreise durch Deutschland:

20.9. Kolumbianer in Freising

In Kolumbien weitet sich der Anbau von gentechnisch
verändertem Mais rasant aus. Neben katastrophalen ökologischen Folgen ergeben sich zusätzliche soziale Konflikte. Bauern werden über Lizenzen abhängig von Saatgut-Konzernen. Pollen aus gen-technisch verändertem Mais kontaminiert angestammte Maissorten. Um vorhandene Flächen entsteht Konkurrenz. Agrar-Industrie verdrängt traditionelle Landnutzung und ist auf lukrativen Export ausgerichtet, anstatt die heimische Bevölkerung ausreichend zu versorgen. Über all diese Missstände wird German Velez von der kolumbianischen Organisation Grupo Semillas zunächst dem UN-Menschenrechtsausschuss in Genf berichten und dann in Freising, wobei simultan übersetzt wird.
Referent: German Velez | Übersetzung durch Franz Melf
Termin: Mittwoch 20. September 2017 ab 19:30 Uhr
Lokalität: Pfarr-Saal „Sankt Georg“ am Rindermarkt 3 in Freising

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die kolumbianischen Bauern!

27.9. Mexicaner in München – EineWeltHaus

Auf Mexicos Halbinsel Yucatan beabsichtigt der Gentechnik-Konzern Monsanto auf tausenden von Hektar Land den Anbau von Gensoja. Teilweise geschieht dieser Anbau bereits heute illegal. ln Mexiko werden jährlich zwischen 50.000 und 60.000 Tonnen Honig produziert. Etwa die Hälfte davon geht in den Export, unter den europäischen Abnehmern steht Deutschland an erster Stelle. ln den Bundesstaaten Quintana Roo, campeehe und Yucatan erzielen mindestens 25.000 Maya-Familien große Teile ihres Einkommens durch die Herstellung hochwertigen Bienenhonigs. Eine Verunreinigung des Honigs durch Pollen aus Gensoja würde voraussichtlich den Export nach Europa völlig zusammenbrechen lassen. Gleichzeitig steigt die Verwendung des jetzt schon Schäden anrichtenden Pestizids Glyphosat mit dem Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzungen exponentiell. Die Gäste werden über den Kampf der Maya-Gemeinden gegen die Pläne Monsantos und der mexikanischen Regierung informieren und für Fragen zur Verfügung stehen.

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die mexikanischen Imker!


Rechtsgutachten des Monsanto-Tribunals

das Richtergremium

Am 18.4.2017 hat das Richtergremium des Monsanto-Tribunals in Den Haag sein Rechtshutachten zu den Menschenrechtsverletzungen des Konzerns vorgestellt und veröffentlicht.

Zusammenfassung Rechtsgutachten (deutsch)
Gesamtgutachten (englisch)

Wir danken allen direkt und indirekt Beteiligten für Idee, Organisation und Durchführung des Tribunals. Marie Monique Robin hat das ganze Tribunal mit einem Filmteam begleitet. Der Film wird in Kürze in den Kinos und als DVD zu sehen sein. Hier noch ein paar Fotos:

Richterin Francoise Tulkens

Experte Gille Eric Seralini

Marie Monique Robin

Auditorium und Presse

Hannes Lammler

Christiane Lüst


Aktion GEN-Klage unterstützt das Monsanto Tribunal auf facebook

https://www.facebook.com/DKMonsantoTribunal/?hc_ref=PAGES_TIMELINE&fref=nf

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Video-Botschaft an das Monsanto-Tribunal


Die Leute gucken schon

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Quelle: Cicero – Magazin für politische Kultur


Monsanto Tribunal

Banner-MTDas Monsanto Tribunal ist einzigartig in mehrfacher Hinsicht. Es wird von angesehenen Richtern aus der ganzen Welt geleitet, die ein Rechtsgutachten liefern werden auf Fragen, die ihnen durch unser Rechtsberatungsteam gestellt werden. Basiert auf das Verfahren des Internationalen Gerichtshofs werden die Richter Plädoyers anhören von praktizierenden Anwälten, sowie Zeugenaussagen von Experten und Zeugenaussagen von Opfern, die betroffen sind von Monsantos Chemikalien, seinen Patenten auf Leben und seine industrielle landwirtschaftliche Praxis.

Das Ziel des Gerichtshofs ist es, bestehende rechtliche Instrumente hervorzuheben – und Rechtslücken – um transnationale Unternehmen für ihre Verbrechen zur Rechenschaft ziehen zu können. Sollte das Gericht feststellen, dass Monsanto Menschenrechte oder humanitäres Recht verletzt hat, können Gemeinschaften auf der ganzen Welt die rechtlichen Gutachten des Tribunals verwenden in Gerichtsverfahren gegen Unternehmen wie Monsanto. Wichtig ist, dass das Tribunal auf die zunehmenden Debatten über die Anerkennung von „Ecocide“ (Verbrechen gegen die Natur) im internationalen Recht beiträgt.

Hintergrundinfo Monsanto Tribunal DE als PDF-Datei


Kein Freifahrtschein für neue Gentechnik-Verfahren

67.000 UnterzeichnerInnen fordern Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt auf, „Genome Editing“ als Gentechnik einzustufen.

Pressemeldung als PDF-Datei

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Konsumboykott

Was wir alle sofort gegen Agrogentechnik unternnehmen können…

Flyer Aktion Konsumboykott Gandhi Version 2_Seite_1 Flyer Aktion Konsumboykott Gandhi Version 2_Seite_2


Pressemitteilung

Genf / Gauting 25.02.2015           Menschenrechtsverletzungen durch Gensojaimporte erneut beim UN-Menschenrechtsausschuss – Paraguay: Hunger, Vertreibungen, Landflucht und drastische Bewohnersteigerung in den Slums als Folge der Gensojaimporte in Deutschland. Lüst fordert deutsche und österreichische Regierung zum umgehenden Handeln auf.

Kopie von IMG_3968Christiane Lüst von der Aktion GEN-Klage hat ihren 9. Bericht zu Menschenrechtsverletzungen durch Nutzung der Agro-Gentechnik vor dem Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte der Vereinten Nationen in Genf eingereicht. Diesmal zu Paraguay – eines der Länder, von denen wir unsere Gensojaimporte zur Tierfütterung beziehen. Besonders brisant: Der UN-Ausschuss hat 2011 die deutsche und 2013 die österreichische Regierung aufgrund Lüsts Berichterstattung aufgefordert umgehend dagegen tätig zu werden:

  • Die Bundesrepublik hat bei seiner Agrar-, Handels- und Entwicklungshilfepolitik sowie in seiner Unterstützung und bei Investitionen von deutschen
    Konzernen in Entwicklungshilfeländern die Menschenrechte nicht ausreichend zu berücksichtigt und ist daher aufgefordert folgende Maßnahmen umgehend umzusetzen: Die Einführung der Gentechnik in Tierfütterung, Lebensmittelproduktion und Landwirtschaft zu verbieten.
  • Der Menschenrechtsausschuss der Vereinten Nationen hat Österreich aufgefordert bei seiner Entwicklungshilfe, Landwirtschafts- und Handelspolitik auf die Einhaltung der Menschenrechte – auch in den Ländern des Südens – zu achten. Das beinhaltet auch das Verbot von Gensoja- und Genmaisimporten aus Südamerika – was unter drastischen Menschenrechtsverletzungen produziert wird.
  • Der Ausschuss ist betroffen über die fehlende Einsicht (österreichischer) Konzerne über die Folgen ihrer Aktivitäten auf die Menschenrechte vor Ort.
    Drum fordert der Ausschuss die (österreichische) Regierung auf, die vollständige Respektierung der (auch von Österreich) ratifizierten wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte auch gegenüber Konzernaktivitäten sicherzustellen!

Lüst ist am 23.2.2015 um 10 Uhr gemeinsam mit Dolmetscherin Nora Taleb vom Netzwerk „Aktion GEN-Klage“ zur persönlichen Anhörung vor dem Ausschuss in Genf gewesen (s. Links oben). Die vollständige Presssemitteilung und Lüsts Rede vor dem UN-Ausschuss finden Sie im Anhang.


Paraguay vor dem UN Menschenrechtsausschuss

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v.l. Christiane Lüst, Nora Taleb (Aktion GEN-Klage)

Christiane Lüst hat am 23.2.2015 dem UN-Ausschuss für Menschenrechte in Genf ihren Parallelbericht zur Situation der Menschenrechte in Paraguay, verursacht durch den Anbau von gentechnisch verändertem Soja vorgetragen. Lüst wies darauf hin, dass durch den großflächigen Einsatz von GVO und Herbiziden die ländliche Bevölkerung vertrieben, ermordet, gesundheitlich geschädigt, ihrer Existenz beraubt und in Hunger und Armut getrieben wird. Die Reaktion des Ausschusses wird  am 6.3. in Form einer Conclusion veröffentlicht.

Parguay wurde schon zum zweiten mal wegen Menschenrechtsverletzungen angeklagt, weil sich die Verhältnisse seit dem ersten Mal noch einmal dramatisch verschlechtert haben.

Der Report (engl.) als PDF: Report on paraguay 25.02.15

Die Diskussion (engl.) im Ausschuss als PDF: Committee on Economic… 54. session


Eine Frage des Überlebens

(mit Texten von Andrea Dornisch, Zivilcourage Roth-Schwabach)

Die Agro-Gentechnik ist aus geostrategischen Gründen gleich bedeutend wie Öl oder seltene Erden.

Henry Kissinger erkannte das schon vor vielen Jahren: “Kontrolliere das Öl und du beherrschst die Nation, kontrolliere die Nahrung und du beherrschst die Menschheit.“

Wer die Macht über das Saatgut hat, braucht keine Waffen mehr! Zur Vorbereitung hilft das Milität aber gerne nach. (Irak)

Etwa 6 Global Player besitzen heute schon über 90 % des gentechnisch veränderten Saatguts: Monsanto, Bayer Crop Science, BASF, Dow Chemical, Du Pont und Syngenta.

Vier Ziele verfolgen europäische und amerikanische Großkonzerne wie Monsanto, Bayer usw. sowie die US-Regierung und die EU-Kommission:

  • Sie wollen die Welt mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO) kontaminieren.
  • Sie wollen Saatgut und Spritzmittel im Doppelpack verkaufen – und machen schon heute unvorstellbar hohe Profite.  Gerade durch zunehmende Resistenzbildung.
  • Sie kassieren Milliarden durch ihre Patente auf Pflanzen und Tiere.
  • Sie wollen die globale Marktführerschaft für Saatgut und somit die Abhängigkeit von ihren Produkten.

Die Gentechnik hat in den USA und Südamerika bereits versagt. Tausende Hektar Land mussten bereits für die Landwirtschaft aufgegeben werden, weil sie unfruchtbar wurden, Superunkräuter und Superschädlinge resistent wurden und nicht mehr in den Griff zu bekommen waren. Sattdessen werden Urwälder gerodet und für Monokulturen umgebaut. Inzwischen wird 2,4,D gespritzt, eine Komponente von Agent Orange aus dem Vietnam-Krieg.

Die Amerikaner können ihre gentechnisch erzeugten Produkte kaum noch verkaufen. China und Russland machen teilweise die Märkte dicht, europäische Verbraucher lehnen Genfood ab, in den USA kämpfen die Menschen vergeblich um eine GVO-Kennzeichnung. Die Konzerne fahren Millionen-Werbe-Kampagnen, um die Kennzeichnung von Gentechnik in Lebensmitteln zu verhindern oder nehmen massiven Einfluss auf den Kongress.

Deswegen braucht die Agroindustrie TTIP oder CETA! Wir brauchen keine Freihandelsverträge!

KEINE GENTECHNIK IN EUROPA!!!

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