Aktuell


Video-Botschaft an das Monsanto-Tribunal

 


Die Leute gucken schon

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Quelle: Cicero – Magazin für politische Kultur


Monsanto Tribunal

Banner-MTDas Monsanto Tribunal ist einzigartig in mehrfacher Hinsicht. Es wird von angesehenen Richtern aus der ganzen Welt geleitet, die ein Rechtsgutachten liefern werden auf Fragen, die ihnen durch unser Rechtsberatungsteam gestellt werden. Basiert auf das Verfahren des Internationalen Gerichtshofs werden die Richter Plädoyers anhören von praktizierenden Anwälten, sowie Zeugenaussagen von Experten und Zeugenaussagen von Opfern, die betroffen sind von Monsantos Chemikalien, seinen Patenten auf Leben und seine industrielle landwirtschaftliche Praxis.

Das Ziel des Gerichtshofs ist es, bestehende rechtliche Instrumente hervorzuheben – und Rechtslücken – um transnationale Unternehmen für ihre Verbrechen zur Rechenschaft ziehen zu können. Sollte das Gericht feststellen, dass Monsanto Menschenrechte oder humanitäres Recht verletzt hat, können Gemeinschaften auf der ganzen Welt die rechtlichen Gutachten des Tribunals verwenden in Gerichtsverfahren gegen Unternehmen wie Monsanto. Wichtig ist, dass das Tribunal auf die zunehmenden Debatten über die Anerkennung von „Ecocide“ (Verbrechen gegen die Natur) im internationalen Recht beiträgt.

Hintergrundinfo Monsanto Tribunal DE als PDF-Datei


Kein Freifahrtschein für neue Gentechnik-Verfahren

67.000 UnterzeichnerInnen fordern Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt auf, „Genome Editing“ als Gentechnik einzustufen.

Pressemeldung als PDF-Datei

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Konsumboykott

Was wir alle sofort gegen Agrogentechnik unternnehmen können…

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Pressemitteilung

Genf / Gauting 25.02.2015           Menschenrechtsverletzungen durch Gensojaimporte erneut beim UN-Menschenrechtsausschuss – Paraguay: Hunger, Vertreibungen, Landflucht und drastische Bewohnersteigerung in den Slums als Folge der Gensojaimporte in Deutschland. Lüst fordert deutsche und österreichische Regierung zum umgehenden Handeln auf.

Kopie von IMG_3968Christiane Lüst von der Aktion GEN-Klage hat ihren 9. Bericht zu Menschenrechtsverletzungen durch Nutzung der Agro-Gentechnik vor dem Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte der Vereinten Nationen in Genf eingereicht. Diesmal zu Paraguay – eines der Länder, von denen wir unsere Gensojaimporte zur Tierfütterung beziehen. Besonders brisant: Der UN-Ausschuss hat 2011 die deutsche und 2013 die österreichische Regierung aufgrund Lüsts Berichterstattung aufgefordert umgehend dagegen tätig zu werden:

  • Die Bundesrepublik hat bei seiner Agrar-, Handels- und Entwicklungshilfepolitik sowie in seiner Unterstützung und bei Investitionen von deutschen
    Konzernen in Entwicklungshilfeländern die Menschenrechte nicht ausreichend zu berücksichtigt und ist daher aufgefordert folgende Maßnahmen umgehend umzusetzen: Die Einführung der Gentechnik in Tierfütterung, Lebensmittelproduktion und Landwirtschaft zu verbieten.
  • Der Menschenrechtsausschuss der Vereinten Nationen hat Österreich aufgefordert bei seiner Entwicklungshilfe, Landwirtschafts- und Handelspolitik auf die Einhaltung der Menschenrechte – auch in den Ländern des Südens – zu achten. Das beinhaltet auch das Verbot von Gensoja- und Genmaisimporten aus Südamerika – was unter drastischen Menschenrechtsverletzungen produziert wird.
  • Der Ausschuss ist betroffen über die fehlende Einsicht (österreichischer) Konzerne über die Folgen ihrer Aktivitäten auf die Menschenrechte vor Ort.
    Drum fordert der Ausschuss die (österreichische) Regierung auf, die vollständige Respektierung der (auch von Österreich) ratifizierten wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte auch gegenüber Konzernaktivitäten sicherzustellen!

Lüst ist am 23.2.2015 um 10 Uhr gemeinsam mit Dolmetscherin Nora Taleb vom Netzwerk „Aktion GEN-Klage“ zur persönlichen Anhörung vor dem Ausschuss in Genf gewesen (s. Links oben). Die vollständige Presssemitteilung und Lüsts Rede vor dem UN-Ausschuss finden Sie im Anhang.


Paraguay vor dem UN Menschenrechtsausschuss

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v.l. Christiane Lüst, Nora Taleb (Aktion GEN-Klage)

Christiane Lüst hat am 23.2.2015 dem UN-Ausschuss für Menschenrechte in Genf ihren Parallelbericht zur Situation der Menschenrechte in Paraguay, verursacht durch den Anbau von gentechnisch verändertem Soja vorgetragen. Lüst wies darauf hin, dass durch den großflächigen Einsatz von GVO und Herbiziden die ländliche Bevölkerung vertrieben, ermordet, gesundheitlich geschädigt, ihrer Existenz beraubt und in Hunger und Armut getrieben wird. Die Reaktion des Ausschusses wird  am 6.3. in Form einer Conclusion veröffentlicht.

Parguay wurde schon zum zweiten mal wegen Menschenrechtsverletzungen angeklagt, weil sich die Verhältnisse seit dem ersten Mal noch einmal dramatisch verschlechtert haben.

Der Report (engl.) als PDF: Report on paraguay 25.02.15

Die Diskussion (engl.) im Ausschuss als PDF: Committee on Economic… 54. session


Eine Frage des Überlebens

(mit Texten von Andrea Dornisch, Zivilcourage Roth-Schwabach)

Die Agro-Gentechnik ist aus geostrategischen Gründen gleich bedeutend wie Öl oder seltene Erden.

Henry Kissinger erkannte das schon vor vielen Jahren: “Kontrolliere das Öl und du beherrschst die Nation, kontrolliere die Nahrung und du beherrschst die Menschheit.“

Wer die Macht über das Saatgut hat, braucht keine Waffen mehr! Zur Vorbereitung hilft das Milität aber gerne nach. (Irak)

Etwa 6 Global Player besitzen heute schon über 90 % des gentechnisch veränderten Saatguts: Monsanto, Bayer Crop Science, BASF, Dow Chemical, Du Pont und Syngenta.

Vier Ziele verfolgen europäische und amerikanische Großkonzerne wie Monsanto, Bayer usw. sowie die US-Regierung und die EU-Kommission:

  • Sie wollen die Welt mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO) kontaminieren.
  • Sie wollen Saatgut und Spritzmittel im Doppelpack verkaufen – und machen schon heute unvorstellbar hohe Profite.  Gerade durch zunehmende Resistenzbildung.
  • Sie kassieren Milliarden durch ihre Patente auf Pflanzen und Tiere.
  • Sie wollen die globale Marktführerschaft für Saatgut und somit die Abhängigkeit von ihren Produkten.

Die Gentechnik hat in den USA und Südamerika bereits versagt. Tausende Hektar Land mussten bereits für die Landwirtschaft aufgegeben werden, weil sie unfruchtbar wurden, Superunkräuter und Superschädlinge resistent wurden und nicht mehr in den Griff zu bekommen waren. Sattdessen werden Urwälder gerodet und für Monokulturen umgebaut. Inzwischen wird 2,4,D gespritzt, eine Komponente von Agent Orange aus dem Vietnam-Krieg.

Die Amerikaner können ihre gentechnisch erzeugten Produkte kaum noch verkaufen. China und Russland machen teilweise die Märkte dicht, europäische Verbraucher lehnen Genfood ab, in den USA kämpfen die Menschen vergeblich um eine GVO-Kennzeichnung. Die Konzerne fahren Millionen-Werbe-Kampagnen, um die Kennzeichnung von Gentechnik in Lebensmitteln zu verhindern oder nehmen massiven Einfluss auf den Kongress.

Deswegen braucht die Agroindustrie TTIP oder CETA! Wir brauchen keine Freihandelsverträge!

KEINE GENTECHNIK IN EUROPA!!!

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