{"id":1355,"date":"2025-12-03T12:35:57","date_gmt":"2025-12-03T12:35:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stopptgennahrungsmittel.de\/?p=1355"},"modified":"2025-12-07T21:52:28","modified_gmt":"2025-12-07T21:52:28","slug":"christiane-luest-im-bundestag-zu-gentechnikfolgen-eingeladen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stopptgennahrungsmittel.de\/?p=1355","title":{"rendered":"Christiane L\u00fcst im Bundestag zu Gentechnikfolgen eingeladen"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.stopptgennahrungsmittel.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bundestag-2025.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2048\" height=\"1536\" src=\"https:\/\/www.stopptgennahrungsmittel.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bundestag-2025.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1365\" srcset=\"https:\/\/www.stopptgennahrungsmittel.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bundestag-2025.jpg 2048w, https:\/\/www.stopptgennahrungsmittel.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bundestag-2025-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.stopptgennahrungsmittel.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bundestag-2025-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.stopptgennahrungsmittel.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bundestag-2025-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.stopptgennahrungsmittel.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bundestag-2025-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.stopptgennahrungsmittel.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bundestag-2025-150x113.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 2048px) 100vw, 2048px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Christiane L\u00fcst, Gr\u00fcnderin der Aktion GEN-Klage, wurde am Mittwoch gemeinsam mit ihrem brasilianischen Mitstreiter Prof. Antonio Andrioli vom Bundestagsausschuss f\u00fcr Landwirtschaft und Ern\u00e4hrung in Berlin eingeladen, um \u00fcber Ihre Eingaben zur Situation der Gentechnik in Deutschland beim UN-Menschenrechtsausschuss zu berichten. Dabei informierte sie den Ausschuss \u00fcber den Stand der Umsetzung der Aufforderungen der UNO an die deutsche Bundesregierung zu diesem Thema.<\/p>\n\n\n\n<p>Christiane L\u00fcst hat bereits 2 Berichte \u2013 2011 und 2018 \u2013 sowie gemeinsam mit dem Forum gerechter Welthandel 2023 einen Bericht \u00fcber die menschenrechtlichen Folgen des Mercosur-Abkommens bei der UNO in Genf eingebracht.<\/p>\n\n\n\n<p>L\u00fcst: \u201eDer UN-Ausschuss forderte politische Ma\u00dfnahmen f\u00fcr den Gesundheitsschutz bei Lebensmitteln, die Gentechnisch ver\u00e4nderte Organismen (GVO) enthalten und eine strafrechtliche Haftung deutscher Konzerne (Bayer-Monsanto, BASF etc.) f\u00fcr die verursachten Folgen ihrer Produkte. In Bezug auf Mercosur m\u00fcssen Menschenrechtsfolgenabsch\u00e4tzungen vorgelegt werden. Das gilt auch f\u00fcr Pestizidexporte \u2013 das meiste wird f\u00fcr den Anbau von Gensoja und Genmais in S\u00fcdamerika verwendet. Deutschland muss 2026 wieder einen Staatenbericht in Genf einreichen und \u00fcber den Stand der geforderten Umsetzung berichten. Basis ist der Internationale Pakt f\u00fcr wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte, den auch Deutschland ratifiziert hat \u2013 und sich damit verpflichtet, diesen einzuhalten. Der aktuelle Stand der Diskussion der Deregulierung der Neuen Gentechniken in Br\u00fcssel verst\u00f6\u00dft auch gegen das internationale Carthagena Protokoll zum Schutz der biologischen Vielfalt, das verbindliche Regeln zum Umgang mit Gentechnik aufgestellt hat. Eine Studie des BMZ hat festgestellt, dass der EU-Vorschlag auch damit nicht vereinbar ist.\u201c berichtete L\u00fcst. \u201eMit der Einf\u00fchrung der Gentechnik sind diese Rechte verletzt. In Br\u00fcssel sollen nun am 3.12.25 Kennzeichnungspflicht, Patentfreiheit usw. wegfallen. Wir reden von einer unwiderruflichen Kontaminierung aller Pflanzen und niemand kennt die Folgen. In vielen L\u00e4ndern ist die Ern\u00e4hrungssouveranit\u00e4t dadurch schon massiv gef\u00e4hrdet, wie die UNO jetzt auch in Kolumbien auf Basis unseres aktuellsten Berichtes zum Thema vom Fr\u00fchjahr 25, festgestellt hat.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Professor Andrioli berichtete anschlie\u00dfend \u00fcber die aktuelle Situation und die Erfahrungen mit den in Br\u00fcssel diskutierten Neuen Gentechniken in Brasilien:<br>\u201eAuch die neuen Gentechniken wie CRISPR CAS sind in Brasilien gefloppt. Klimaresistente Pflanzen funktionieren mit Gentechnik nicht. Wir forschen grad mit den alten Ur-Sorten und haben festgestellt, dass das, was schon immer da war, am besten klimaresilientest ist, weil diese alten Sorten vor allem so ein gro\u00dfes Wurzelwerk haben (das man nicht mit Pestiziden st\u00f6ren und beeintr\u00e4chtigen sollte), dass sie alle anderen Test-Pflanzen \u2013 auch mit Ernteertr\u00e4gen \u2013 weit \u00fcberholt haben.<br>So k\u00f6nnen wir Euch in Europa nach unseren langj\u00e4hrigen Erfahrungen zu diesen Themen nur warnen, es zuzulassen! Gentechnik ist Gentechnik und Gentechnik ist nicht mehr r\u00fcckholbar. Die ganzen Probleme, die wir und andere L\u00e4nder wie Kanada, Mexiko, Argentinien mit langj\u00e4hriger Gentechniknutzung und der nachfolgenden Kontaminierung nun haben, k\u00f6nnt Ihr Euch ersparen! Au\u00dfer den Konzernen (mit Saatgut, Pestiziden und Patenten) wird NIEMAND davon profitieren. Monsanto, das jetzt ein deutsches Problem ist, hat alleine in meinem Bundesland Rio Grande do Sul nur mit Lizenzgeb\u00fchren bei gentechnisch ver\u00e4nderten Saatgut in einem Jahr mehr verdient als das was die Landesregierung in Landwirtschaft investierte.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEs war eine Stunde angesetzt \u2013 und aufgrund des gro\u00dfen Interesses haben sich die Abgeordneten aller Parteien letztendlich sogar eineinhalb Stunden Zeit f\u00fcr uns genommen.\u201c freute sich L\u00fcst. Sie war seit Beginn ihrer T\u00e4tigkeit beim UN-Ausschuss in Genf 2005 schon \u00f6fter zum Austausch in vielen Aussch\u00fcssen, aber auch in den zust\u00e4ndigen Ministerien eingeladen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ihr Fazit f\u00fcr die Entscheidung in Br\u00fcssel:<\/strong><br>\u201eAngesichts der verheerenden Folgen in L\u00e4ndern wie Kolumbien, Argentinien, Mexiko, Indien, Kanada und Brasilien sollten wir grade in Europa die erneute Diskussion um Gentechnik umgehend beenden! Wir fordern, dass die Politik dem massiven Druck der Konzerne standh\u00e4lt, die Interessen ihrer B\u00fcrger vertritt und internationale Verbindlichkeiten und Gesetze einh\u00e4lt! Daf\u00fcr wurde sie gew\u00e4hlt! Und Bayern kann langfristig nur gentechnikfrei bleiben (wie gesetzlich vorgeschrieben), wenn Europa gentechnikfrei bleibt. Sollte Europa fallen, wird die Kontaminierung nicht am Wei\u00dfwurst\u00e4quator anhalten. Auch dies sollten unsere bayrischen Politiker bei der Abstimmung in Br\u00fcssel ber\u00fccksichtigen und unsere bayrische Gesetze dort verteidigen!\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Christiane L\u00fcst, Gr\u00fcnderin der Aktion GEN-Klage, wurde am Mittwoch gemeinsam mit ihrem brasilianischen Mitstreiter Prof. Antonio Andrioli vom Bundestagsausschuss f\u00fcr Landwirtschaft und Ern\u00e4hrung in Berlin eingeladen, um \u00fcber Ihre Eingaben zur Situation der Gentechnik in Deutschland beim UN-Menschenrechtsausschuss zu berichten. 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